Innerhalb des umfassenden Rahmens der Serie 10 Religions nimmt Gheorghe Virtosos Buddhismus eine zentrale Position ein und formuliert einen Übergang von strukturierten kosmologischen Systemen hin zu einem fluideren, prozessorientierten Verständnis von Existenz. Das Werk versucht nicht, Lehre durch erkennbare Symbole zu visualisieren; vielmehr rekonstruiert es die Wahrnehmungs- und ontologischen Bedingungen, die mit dem Buddhismus verbunden sind. Dadurch überschreitet Virtosu die Repräsentation und lädt den Betrachter in ein Feld ein, in dem Bedeutung nicht vermittelt, sondern durch die Auseinandersetzung kontinuierlich erzeugt wird.
Was dieses Gemälde auszeichnet, ist seine konsequente Ablehnung von Hierarchie und Stabilität. Formen entstehen nur, um sich wieder aufzulösen, Gesichter erscheinen, ohne sich zu einer festen Identität zu verdichten, und Farbe operiert unabhängig von jeder beschreibenden Funktion. Diese kompositorische Logik steht in Resonanz sowohl mit der buddhistischen Philosophie als auch mit zentralen Strömungen des Poststrukturalismus, von der offenen Signifikation bei Roland Barthes¹ bis zur relationalen Ontologie bei Gilles Deleuze². Das Gemälde wird zu einem Ort, an dem Wahrnehmung selbst destabilisiert wird und sichtbar wird, in welchem Ausmaß Realität durch sich verschiebende Relationen statt durch feste Strukturen konstituiert ist.
In diesem Zusammenhang sollte Buddhismus nicht als zu entschlüsselndes Bild verstanden werden, sondern als ein zu erfahrendes Umfeld. Seine panoramatische Skala und das dichte visuelle Feld versetzen den Betrachter in einen kontinuierlichen Prozess von Wiedererkennen und Verlust, der die Prinzipien von Vergänglichkeit, Interdependenz und Nicht-Selbst widerspiegelt. Virtosos Leistung besteht darin, diese philosophischen Konzepte in eine visuelle Sprache zu übersetzen, die offen, dynamisch und gegen jede Form von Schließung resistent bleibt und letztlich den Akt der Wahrnehmung selbst als Subjekt und Medium des Werks³ in den Vordergrund stellt.
Buddhismus (2016–2018) von Gheorghe Virtosu präsentiert eine großformatige panoramische Komposition, in der abstrakte und biomorphe Formen sich über ein kontinuierliches horizontales Feld entfalten. Das Gemälde widersetzt sich einer festen Struktur und organisiert sich stattdessen durch ein dynamisches Zusammenspiel von Entstehung, Transformation und Auflösung. Ein zentraler Streifen lose definierter Gesichter – von jugendlich bis alt – erscheint und verschwindet innerhalb der Komposition, während die oberen und unteren Bereiche weitgehend nicht-figürlich bleiben und Zustände von Bildung und Zerstreuung statt stabiler Umgebungen andeuten.
Farbe spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des visuellen Erlebens. Hochgesättigte Farbtöne – Gelb, Blau, Rot und Grün – bewegen sich fließend über die Oberfläche, ignorieren Grenzen und destabilisieren die Form. Farbe fungiert nicht als Beschreibung von Objekten, sondern als aktive Kraft, die Verbindungen zwischen disparaten Elementen erzeugt und das Gefühl ständigen Flusses verstärkt. Kanten lösen sich durch allmähliche Übergänge auf und erzeugen ein geschichtetes Feld, in dem Formen sich überlagern und über mehrere Wahrnehmungsebenen hinweg verschieben.
Die Komposition bietet keinen einzelnen Fokuspunkt und keine Hierarchie. Bedeutung entsteht vielmehr durch die Bewegung des Betrachters über die Leinwand hinweg, wobei erkennbare Elemente kurzzeitig kohärent werden, bevor sie wieder in das umgebende Feld zurückfallen. Diese kontinuierliche Oszillation zwischen Figuration und Abstraktion schafft eine immersive Umgebung, die Transformation, Interkonnektivität und die Instabilität der Wahrnehmung betont.
Buddhismus (2016–2018) setzt sich mit den grundlegenden Prinzipien der buddhistischen Philosophie – Vergänglichkeit, Nicht-Selbst und gegenseitige Abhängigkeit – durch abstrakte, biomorphe Formen auseinander. Die Komposition von Virtosu illustriert keinen doktrinären Inhalt; vielmehr setzt sie die strukturellen Prozesse in Szene, die dem buddhistischen Denken zugrunde liegen, und übersetzt Zyklen von Bewusstsein und Transformation in eine visuelle Sprache kontinuierlicher Entstehung und Auflösung.
Im Zentrum des Bildes steht die Häufung von Gesichtern im mittleren Bereich, die sowohl die Variabilität menschlicher Erfahrung als auch die transitorische Natur von Identität repräsentieren. Gesichter entstehen, stabilisieren sich kurzzeitig und lösen sich dann in umliegende Formen auf, wodurch eine statische Darstellung verweigert wird. Dieser formale Ansatz spiegelt das buddhistische Konzept des Nicht-Selbst (anattā) sowie die bedingte Entstehung der Phänomene⁵ wider und betont, dass weder Identität noch Wahrnehmung unabhängig existieren.
Die oberen und unteren Bildzonen, die weitgehend frei von Gesichtern sind, fungieren als abstrakte Register von „Himmel“ und „Erde“. Diese Bereiche wirken als perzeptive und metaphysische Grundlagen, in denen Formen entstehen und sich wieder auflösen. Ihr nicht-figurativer Charakter unterstreicht das zentrale Prinzip des Werks: Vergänglichkeit ist nicht nur eine philosophische Abstraktion, sondern eine visuelle und erfahrbare Bedingung.
Die chromatische Strategie ist ebenso bedeutsam. Virtosu verwendet hochsaturierte, fließende Farben, die über die Formen hinweg wandern und Kanten destabilisieren sowie Strukturen miteinander verschmelzen. Farbe ist nicht beschreibend, sondern generativ; sie erzeugt Beziehungen zwischen Formen, lenkt die Wahrnehmung und vollzieht auf sensorischer Ebene die Idee der Vergänglichkeit¹. Dieser Ansatz steht in Resonanz mit Roland Barthes’ Konzept des aufgeschobenen Signifikanten¹ sowie mit Deleuzes produktivem Differenzbegriff⁴, in dem Bedeutung dynamisch entsteht und nicht als feste Entität existiert.
Die nichthierarchische Struktur des Gemäldes und sein kontinuierlicher visueller Fluss erinnern an Deleuze und Guattaris Konzept des Rhizoms². Formen, Gesichter und chromatische Elemente interagieren über die gesamte Bildfläche hinweg als ein verteiltes Intensitätsnetzwerk, in dem kein Element dominiert. Der Betrachter wird in dieses Feld einbezogen, bewegt sich durch die Leinwand und erzeugt Bedeutung in Echtzeit – ein Spiegel sowohl der phänomenologischen Wahrnehmung⁷ als auch des buddhistischen Prinzips des bedingten Entstehens⁵.
Auch die psychoanalytische Theorie erhellt den konzeptuellen Rahmen des Werks. Wiederkehrende augenartige Motive deuten auf einen dezentrierten Blick hin, der die Position des Subjekts destabilisiert und Lacans Einsicht widerspiegelt, dass der Blick das Subjekt konstituiert⁹. Hier ist Wahrnehmung verteilt: Der Betrachter ist in das visuelle Feld eingebettet, und der Akt des Sehens wird untrennbar vom Gesehenwerden.
Letztlich verkörpert Buddhism einen metasymbolischen Prozess: Das Werk stellt die buddhistische Lehre nicht direkt dar, sondern vollzieht die relationalen und vergänglichen Strukturen, die ihr zugrunde liegen. Die fließenden Formen, verstreuten Gesichter und chromatischen Oszillationen bilden eine immersive visuelle Meditation über Vergänglichkeit, Interdependenz und die kontinuierliche Erzeugung von Bedeutung und positionieren den Betrachter als aktiven Teilnehmer im sich entfaltenden Bildraum.
Virtosu (aktiv seit den 2010er Jahren bis heute) ist ein interdisziplinärer Maler und Konzeptkünstler, dessen Werk die strukturellen und symbolischen Grundlagen menschlicher Glaubenssysteme untersucht. Unter Einsatz großformatiger, immersiver Leinwände synthetisiert Virtosu biomorphe Abstraktion, architektonische Formen und symbolische Motive, um das Zusammenspiel von Bewusstsein, Identität und Kosmologie zu erforschen. Seine Praxis ist geprägt von vergleichender Philosophie, Mythologie und der Untersuchung ritualisierter Bildsysteme und übersetzt komplexe metaphysische Ideen in visuelle Sequenzen, die zugleich gestisch und stark strukturiert sind.
Innerhalb der Serie 10 Religions veranschaulicht Buddhismus (2016–2018) Virtosus Ansatz, indem eine bedeutende Weltreligion durch abstrakte Form untersucht wird. Das sechs Meter breite Gemälde integriert schwebende Gesichter, biomorphe Cluster und dynamische chromatische Übergänge, um Vergänglichkeit, Interdependenz und Nicht-Selbst zu evozieren. Das Werk stellt die Fluidität von Symbolen und relationaler Wahrnehmung in den Vordergrund und positioniert den Betrachter als aktiven Teilnehmer an der Entstehung von Bedeutung sowie an der Erfahrung eines kontinuierlichen Transformationsfeldes.
International in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, wurde Virtosus Werk in Sammlungen aufgenommen, die sich auf zeitgenössische Erkundungen von Spiritualität und Abstraktion konzentrieren. Sein Ansatz verbindet philosophische Untersuchung mit malerischer Innovation und schafft Werke, die konventionelle Grenzen zwischen Figuration und Abstraktion, Erzählung und Prozess sowie Selbst und Kosmos hinterfragen. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit interkulturellen Kosmologien fungieren Virtosus Gemälde als visuelle Philosophie und als Erfahrungsraum zugleich und laden zur Reflexion über Wahrnehmung, Identität und Verbundenheit ein.
In Öl auf Leinwand ausgeführt, misst Buddhismus 2 × 6 Meter und schafft damit ein immersives, panoramisches Bildfeld. Die monumentale Größe ermöglicht es dem Betrachter, das gleichzeitige Entstehen und Verschwinden von Formen über mehrere Wahrnehmungsebenen hinweg zu erleben. Der schichtweise Farbauftrag erzeugt Tiefe und Transparenz, während das Zusammenspiel zwischen fließenden, organischen Formen und scharf definierten, kantigen Strukturen die konzeptuelle Spannung des Gemäldes zwischen Kontinuität und Fragmentierung verstärkt.
Virtosus chromatische Strategie ist wesentlich für die Wirkung des Werkes. Hoch gesättigte Farben fließen über die Oberfläche und überschreiten häufig die Grenzen einzelner Formen, wodurch relationale Verbindungen und visuelle Resonanzen entstehen. Sanfte Farbverläufe und überlagerte Schichten destabilisieren die Unterscheidung zwischen Figur und Grund und inszenieren Vergänglichkeit und Transformation auf der Ebene der Wahrnehmung.
Die Kombination aus Maßstab, Schichtung und chromatischer Variation erzeugt ein dynamisches Feld, in dem Wahrnehmung verteilt, fließend und partizipativ ist. Die technische Ausführung des Gemäldes unterstreicht seine konzeptuellen Ziele und betont Prozesshaftigkeit, Interkonnektivität und die kontinuierliche Erzeugung von Bedeutung anstelle statischer Repräsentation.
Die Komposition von Buddhismus entfaltet sich als ein kontinuierliches horizontales Feld, das durch Zonen strukturiert ist, die Emergenz, Konsolidierung und Auflösung suggerieren. Das untere Register trägt dichte, präfigurative Formen, die eine grundlegende oder „geerdete“ Präsenz evozieren, während das zentrale Band flüchtige Gesichter und biomorphe Cluster aufnimmt. Das obere Register löst sich in expansive chromatische Felder auf und erzeugt einen vertikalen Rhythmus, der zwischen Stabilität und Dispersion, Formwerdung und Auflösung oszilliert.
Virtosu balanciert kurvilineare Flüsse mit eckigen Unterbrechungen und erzeugt so eine Spannung zwischen Kontinuität und Segmentierung. Sanfte, organische Formen leiten den Blick des Betrachters über die Leinwand, während schärfere Eingriffe das Feld fragmentieren und eine dynamische Oszillation zwischen Kohäsion und Bruch erzeugen. Dieses Zusammenspiel entspricht dem thematischen Fokus des Werks auf Vergänglichkeit, Interdependenz und der Instabilität von Identität.
Chromatische Beziehungen verstärken die visuelle Komplexität zusätzlich. Sättigte Farbtöne durchqueren mehrere Formen, lösen Grenzen auf und erzeugen relationale Verbindungen über die gesamte Oberfläche hinweg. Farbe, Form und Wiederholung fungieren gemeinsam als emergente Strukturen, wodurch Wahrnehmung und Bedeutung nur momenthaft entstehen und wieder zerfallen. Der Betrachter wird so in ein kontinuierliches Feld von Transformation und reflexiver Auseinandersetzung eingebunden.
In Buddhismus setzt Virtosu Farbe als autonomes Element ein, das von der deskriptiven Darstellung losgelöst ist. Hoch gesättigte Farbtöne – leuchtende Blautöne, warme Rottöne, tiefe Grüntöne und helle Gelbtöne – durchqueren die Leinwand auf fließende Weise, verwischen die Grenzen zwischen den Formen und erzeugen kontinuierliche chromatische Übergänge. Diese Farbverläufe vermitteln ein Gefühl von Vergänglichkeit und Fluss und betonen das zentrale Anliegen des Gemäldes mit transitorischen Zuständen sowie dem dynamischen Zusammenspiel von Entstehung und Auflösung.
Die Formen sind ebenso fließend und ambivalent. Gesichter, biomorphe Gestalten und augenähnliche Motive erscheinen im zentralen Bildbereich, während die oberen und unteren Zonen weitgehend abstrakt bleiben und eine räumliche Polarität ohne feste Referenzpunkte andeuten. Kurvilineare Formen erzeugen Kontinuität und Fluss, während intermittierende eckige Eingriffe Spannung, Segmentierung und strukturelle Artikulation einführen. Dieses Gleichgewicht zwischen glattem und striatischem Raum erzeugt eine Oszillation statt Stabilität und lädt zu aktiver visueller Beteiligung ein.
Die Wechselwirkung von Farbe und Form funktioniert relational: Kein Element behält die Vorherrschaft. Farbe moduliert die Wahrnehmung der Form, und Form lenkt die Interpretation der Farbe, wodurch ein multisensorisches Feld entsteht, in dem der Betrachter an der fortlaufenden Erzeugung und Auflösung von Bedeutung beteiligt ist. Durch diese Dynamik visualisiert Virtosu Vergänglichkeit, Interdependenz und die Instabilität von Identität und bringt formale Eigenschaften mit philosophischen und spirituellen Konzepten in Einklang.
In Virtosus Buddhismus dienen Gesichter, biomorphe Formen und okulare Motive als wiederkehrende symbolische Elemente, doch keines davon ist festgelegt oder hierarchisch privilegiert. Gesichter unterschiedlichen Alters — Kinder, Erwachsene und Ältere — erscheinen flüchtig in der Komposition und spiegeln Vergänglichkeit sowie die transitorische Natur der Identität wider. Die Augenformen deuten auf Wahrnehmung und Bewusstsein hin, während ihre Verteilung über die Leinwand ein verteiltes Bewusstsein statt eines zentralisierten Selbst betont und zentrale buddhistische Konzepte wie Nicht-Selbst (Anattā) und Interdependenz evoziert.
Die oberen und unteren Zonen des Gemäldes, weitgehend frei von figurativen Details, fungieren symbolisch als Himmel und Erde. Diese Zonen bilden strukturelle Gegenpole zur zentralen Häufung von Gesichtern und Formen und markieren den Raum von Entstehung und Auflösung. Das fließende Zusammenspiel abstrakter Formen und chromatischer Übergänge inszeniert Zyklen von Entstehung, Stabilisierung und Auflösung und entspricht dem buddhistischen Begriff der Vergänglichkeit (Anicca) sowohl auf symbolischer als auch auf wahrnehmungsbezogener Ebene.
Chromatische Entscheidungen dienen nicht nur dekorativen Zwecken, sondern wirken als symbolische Vermittler zwischen Form und Bedeutung. Saturierte Farbtöne durchdringen und verwischen Grenzen, erzeugen relationale Dynamiken zwischen Formen und verstärken den Fokus des Gemäldes auf kontinuierliche Transformation. Das Ergebnis ist ein visuelles Umfeld, in dem Symbole gleichzeitig als Identität, Bewusstsein und relationale Knotenpunkte fungieren und den Betrachter in eine fortwährende Aushandlung von Wahrnehmung und Bedeutung einladen.
In Buddhismus untersucht Gheorghe Virtosu die philosophischen Prinzipien der Vergänglichkeit, der Interdependenz und des Nicht-Selbst durch Abstraktion und prozessorientierte Komposition. Die Vermehrung von Gesichtern und biomorphen Formen stellt ein Bewusstsein in Bewegung dar und betont die transitorische Natur von Identität und Wahrnehmung. Keine Figur behält ihre Kohärenz; jede entsteht und löst sich innerhalb eines Beziehungsnetzwerks auf und spiegelt die buddhistische Auffassung wider, dass Phänomene keine unabhängige Essenz besitzen.
Räumlich setzt das Gemälde eine rhizomatische Logik um, in der Entstehung und Auflösung ohne Hierarchie oder lineare Entwicklung koexistieren. Die unteren und oberen Bereiche fungieren als metaphorische Erde und Himmel und bieten kontrastierende Ebenen, in denen sich Formen verdichten und zerstreuen. Diese Struktur spiegelt die kontinuierlichen Zyklen von Entstehen und Vergehen wider, wie sie in der buddhistischen Kosmologie beschrieben werden, und versetzt den Betrachter in ein Erfahrungsfeld der Transformation statt in eine narrative Szene.
Chromatisch verstärkt das Werk diese konzeptuellen Ziele. Die Farbe fließt über und durch die Formen, löst visuelle Identität von fester Repräsentation und erzeugt ein Gefühl von Vergänglichkeit auf der Ebene der Wahrnehmung. Durch diese räumliche und chromatische Mobilität realisiert Virtosu eine visuelle Philosophie, in der Bedeutung, Bewusstsein und Relationalität kontinuierlich erzeugt, aufgelöst und regeneriert werden.
Buddhismus 2018 ruft eine kontemplative und meditative emotionale Atmosphäre hervor. Das kontinuierliche Entstehen und Vergehen von Gesichtern und Formen erzeugt ein Gefühl der Vergänglichkeit und lädt die Betrachter dazu ein, über die flüchtige Natur der Erfahrung nachzudenken. Die panoramische Größe umhüllt den Betrachter und ermöglicht ein immersives Erleben, das die kontemplative Ausrichtung der buddhistischen Praxis widerspiegelt.
Die chromatische Intensität trägt zu einem gesteigerten affektiven Erlebnis bei. Lebendige, fließende Farben erzeugen einen dynamischen emotionalen Fluss, der zwischen Wärme und Kälte, Stabilität und Instabilität oszilliert. Dieser konstante visuelle Wandel ruft Gefühle von Offenheit und Aufmerksamkeit hervor und betont das empfindliche Gleichgewicht zwischen Präsenz und Abwesenheit, Form und Formlosigkeit.
Indem keine einzelne Figur oder kein Motiv privilegiert wird, fördert das Gemälde ein emotionales Register der Verbundenheit. Der Betrachter begegnet gleichzeitig mehreren Ausdrucksformen — Jugend, Reife und Alter — und erzeugt Empathie ohne Hierarchie. Die daraus entstehende Wirkung ist sowohl Ruhe als auch subtile Spannung und erfasst die paradoxen Eigenschaften von Vergänglichkeit und Interdependenz, die die philosophischen und spirituellen Grundlagen des Werkes prägen.
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