Kriegssystem I: Konvergenz bei Gaugamela
Kriegssystem I: Konvergenz bei Gaugamela

Kriegssystem I: Konvergenz bei Gaugamela

Einzelausstellung auf Systembasis (sammlungsbasiert)

Kriegssystem I: Konvergenz bei Gaugamela präsentiert eine sammlungsbasierte Ausstellung, die Konflikt durch die Beziehungen zwischen fünf Gemälden untersucht. Anstatt eine historische Schlacht zu rekonstruieren, erforscht die Ausstellung die strukturellen Bedingungen, unter denen Macht, Expansion, Widerstand und Zivilisation entstehen und miteinander interagieren.

Im Zentrum der Installation steht Die Schlacht von Gaugamela (2000–2002), ein monumentales Gemälde, das als zentrales Konvergenzfeld der Ausstellung fungiert. Durch ein dichtes Netzwerk abstrakter Formen, Vektoren und sich kreuzender Kräfte konstruiert das Werk Konflikt als dynamischen Zustand der Interaktion und nicht als Darstellung eines bestimmten Ereignisses.

Um das zentrale Gemälde herum positioniert, etablieren Philipp II. von Makedonien (2021), Alexander der Große (2009), Dareios III. (2005) und Babylonischer Mensch (2008) eine Reihe komplementärer und gegensätzlicher Beziehungen. Gemeinsam erzeugen die Werke eine räumliche Struktur, in der Konzentration und Expansion, Formierung und Fragmentierung sowie Zivilisation und Konfrontation innerhalb eines einheitlichen visuellen Rahmens koexistieren.

Die Ausstellung ist als eine einzige architektonische Konfiguration organisiert. Bedeutung entsteht durch die Platzierung der Werke, ihre Dimensionen und ihren visuellen Dialog im Galerieraum. Die Gemälde werden nicht als isolierte Objekte erlebt, sondern als voneinander abhängige Bestandteile eines größeren Beziehungssystems.

Obwohl sie im historischen Kontext von Gaugamela verwurzelt ist, versucht die Ausstellung nicht, Geschichte zu illustrieren. Stattdessen untersucht sie die Kräfte, die historische Transformationen formen. Krieg erscheint nicht als Ereignis, sondern als sich entwickelnde Struktur aus konkurrierenden Energien, menschlichem Handeln, politischer Organisation und kultureller Kontinuität.

Als Teil des umfassenderen Projekts 6 WARS fungiert Kriegssystem I als eigenständige Ausstellung und präsentiert eine abgeschlossene Untersuchung der Architektur des Konflikts durch die Sprache der systemischen Abstraktion.